Wolfgang Skischally untersucht, ob Elektroautos eine Quelle für Elektrosmog darstellen und welche Auswirkungen sie auf die Gesundheit haben könnten.
Mit dem Vormarsch der Elektromobilität wächst auch die Diskussion über Elektrosmog in Fahrzeugen. Wolfgang Skischally geht der Frage nach, ob die elektromagnetischen Felder in Elektroautos gesundheitliche Risiken bergen. Während die Technologie als umweltfreundliche Alternative gefeiert wird, gibt es Bedenken hinsichtlich der Strahlenbelastung für Fahrer und Insassen. Wissenschaftliche Untersuchungen, mögliche Schutzmaßnahmen und der Vergleich mit herkömmlichen Fahrzeugen stehen im Mittelpunkt dieses Beitrags.
Die Zukunft des Straßenverkehrs ist elektrisch – doch wie sieht es mit der unsichtbaren Strahlung in den Fahrzeugen aus? Wolfgang Skischally beleuchtet das Thema Elektrosmog durch Elektroautos und hinterfragt, ob die hohen elektrischen Ströme in Batterien und Motoren gesundheitliche Auswirkungen haben könnten. Kritiker warnen, dass Insassen durch die starken Magnetfelder in unmittelbarer Nähe der Hochvoltsysteme einer erhöhten Belastung ausgesetzt sein könnten. Doch gibt es tatsächlich ein Risiko? Und welche Grenzwerte gelten für Fahrzeuge? Nachfolgend wird das Thema Elektrosmog in Elektroautos aus verschiedenen Perspektiven betrachtet.
Elektroautos als Quelle elektromagnetischer Strahlung?
Wo entstehen elektromagnetische Felder in Elektroautos?
Elektroautos funktionieren durch die Umwandlung elektrischer Energie in mechanische Bewegung. Dabei entstehen zwangsläufig elektromagnetische Felder, insbesondere in den folgenden Bereichen:
- Elektromotor: Hohe Ströme und schnelle Schaltvorgänge erzeugen starke magnetische Wechselfelder.
- Batterie und Hochvoltkabel: Die leistungsstarken Akkus und die Verkabelung des Hochvoltsystems erzeugen elektrische und magnetische Felder, die sich im Fahrzeug ausbreiten können.
- Wechselrichter und Ladeeinheit: Diese Komponenten sind für die Umwandlung von Gleich- in Wechselstrom zuständig und arbeiten mit hohen Frequenzen, was elektromagnetische Strahlung erzeugt.
- Bordsysteme und Sensoren: Moderne Fahrzeuge verfügen über zahlreiche drahtlose Systeme wie Bluetooth, WLAN und GPS, die zusätzlich elektromagnetische Signale aussenden.
Wie stark ist die Strahlenbelastung?
Studien zeigen, dass die elektromagnetischen Felder in Elektroautos in einem niedrigen Frequenzbereich liegen, ähnlich wie bei Haushaltsgeräten oder Stromleitungen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die International Commission on Non-Ionizing Radiation Protection (ICNIRP) haben Grenzwerte für elektromagnetische Strahlung festgelegt, die in Elektrofahrzeugen in der Regel eingehalten werden.
Allerdings gibt es noch wenige Langzeitstudien zu den Auswirkungen einer ständigen Exposition gegenüber diesen Magnetfeldern. Besonders Fahrer, die täglich viele Stunden im Fahrzeug verbringen, könnten potenziell höheren Belastungen ausgesetzt sein. Skischally von Wellness Sanofit Widnau weist darauf hin, dass es wichtig ist, diese möglichen Effekte weiter zu erforschen.
Vergleich: Elektroautos vs. Verbrenner – Wo ist die Strahlenbelastung höher?
Strahlungsquellen in konventionellen Fahrzeugen
Auch in Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor gibt es elektromagnetische Felder, insbesondere durch die elektrische Bordelektronik. Folgende Komponenten erzeugen elektromagnetische Strahlung:
- Lichtmaschine und Zündanlage, die elektrische Impulse erzeugen
- ABS, ESP und andere elektronische Steuerungssysteme
- Navigations- und Infotainmentsysteme
Dennoch sind die Magnetfelder in Verbrennerfahrzeugen in der Regel schwächer als in Elektroautos, da hier keine Hochvoltbatterie und kein Elektromotor im Einsatz sind.
Unterschiede bei der Strahlenbelastung
Messungen haben gezeigt, dass die Strahlenbelastung in Elektrofahrzeugen höher ist als in Autos mit Verbrennungsmotor. Allerdings liegen die gemessenen Werte meist unter den festgelegten Grenzwerten. Besonders bei älteren oder schlecht abgeschirmten Elektrofahrzeugen kann die Belastung jedoch höher sein. Skischally von der Wellness Sanofit GmbH empfiehlt daher, auf gut isolierte Modelle und eine geschirmte Kabinenstruktur zu achten.
Gibt es gesundheitliche Risiken?
Was sagen Wissenschaftler?
Bisher gibt es keine eindeutigen Beweise dafür, dass die in Elektroautos entstehenden elektromagnetischen Felder gesundheitsschädlich sind. Allerdings ist die Forschungslage begrenzt, insbesondere wenn es um Langzeitwirkungen geht. Einige Wissenschaftler vermuten, dass Langzeitexposition zu Stressreaktionen, Kopfschmerzen oder Konzentrationsstörungen führen könnte, während andere keine negativen Auswirkungen feststellen konnten.
Besonders empfindliche Gruppen
Menschen mit Elektrosensibilität berichten häufiger über Beschwerden in Elektrofahrzeugen. Symptome wie Schwindel, Übelkeit oder ein allgemeines Unwohlsein werden dabei mit der Strahlenbelastung in Verbindung gebracht. Auch für Schwangere oder Kinder, deren Körper möglicherweise empfindlicher auf elektromagnetische Felder reagieren, gibt es bisher keine klaren Studienergebnisse.
Skischally von Wellness Sanofit betont, das Elektrosmog in diesem Bereich weitere Untersuchungen erfordert, um mögliche gesundheitliche Risiken besser einschätzen zu können.
Tipps von Wolfgang Skischally: Wie können Fahrer die Strahlenbelastung reduzieren?
Obwohl die meisten Elektroautos die aktuellen Grenzwerte einhalten, gibt es einige Maßnahmen, mit denen Fahrer die Strahlenbelastung weiter minimieren können. Durch bewusste Nutzung, technische Anpassungen und die Wahl des richtigen Fahrzeugs kann das persönliche Risiko reduziert werden.
- Sitzposition anpassen: Die elektromagnetischen Felder sind in der Nähe des Motors und der Batterie am stärksten. Besonders stark betroffen sind Fahrer und Beifahrer, die sich unmittelbar über der Hochvoltbatterie befinden. Wer die Möglichkeit hat, sollte seinen Sitz so weit wie möglich vom Motorraum und von den Hochvoltkabeln entfernen. Insbesondere in kleineren Elektrofahrzeugen, bei denen der Abstand zu den technischen Komponenten geringer ist, kann eine bewusste Sitzposition helfen, die Strahlung zu minimieren.
- Fahrzeug mit guter Abschirmung wählen: Nicht alle Elektrofahrzeuge sind gleich gut gegen elektromagnetische Strahlung isoliert. Hochwertige Modelle setzen auf spezielle Materialien und Konstruktionen, um die Emissionen innerhalb der Kabine zu reduzieren. Vor dem Kauf eines Elektroautos lohnt es sich, nach unabhängigen Messungen zur elektromagnetischen Strahlung im Innenraum zu suchen oder sich gezielt beim Hersteller nach den Abschirmmaßnahmen zu erkundigen. Besonders Modelle mit gut isolierten Hochvoltkabeln und einer optimierten Platzierung der Batterie können die Strahlenbelastung erheblich reduzieren.
- Fahrzeit begrenzen: Wer täglich mehrere Stunden in einem Elektroauto verbringt, kann überlegen, ob sich die Fahrzeiten optimieren oder auf mehrere kürzere Strecken aufteilen lassen. Besonders Berufspendler oder Vielfahrer sind einer längeren Exposition ausgesetzt. Hier kann es sinnvoll sein, regelmäßige Pausen einzulegen, um die Dauer der direkten Strahlenbelastung zu verringern. Zudem gibt es erste Studien, die darauf hinweisen, dass sich elektromagnetische Felder mit zunehmender Entfernung von der Strahlungsquelle deutlich abschwächen. Daher kann es bereits helfen, sich zwischen längeren Fahrten an Orten mit möglichst wenig elektromagnetischer Belastung aufzuhalten, erklärt Skischally von Wellness Sanofit.
- WLAN und Bluetooth deaktivieren: Viele Elektrofahrzeuge sind mit modernen Infotainment-Systemen ausgestattet, die ständig mit Smartphones, Navigationsdiensten oder anderen vernetzten Geräten kommunizieren. Bluetooth und WLAN sind oft rund um die Uhr aktiv, auch wenn sie nicht unmittelbar genutzt werden. Wer auf kabellose Verbindungen verzichten kann, sollte sie deaktivieren, um zusätzliche Strahlungsquellen im Fahrzeuginneren zu eliminieren. Dies gilt auch für das mobile Netzwerk vieler Fahrzeuge, das automatisch nach Updates oder Verbindungen sucht. Einige Modelle bieten mittlerweile einen „Flugmodus“ für das Fahrzeug, um die Funkstrahlung während der Fahrt auf ein Minimum zu reduzieren.
- Ladekabel und Ladegeräte nicht im Fahrzeug lassen: Auch Ladekabel und Ladegeräte können elektromagnetische Felder erzeugen, insbesondere wenn sie an den Stromkreis des Fahrzeugs angeschlossen sind. Wer nicht unbedingt ein Ladegerät während der Fahrt benötigt, sollte es aus der Steckdose ziehen, um zusätzliche Strahlung zu vermeiden.
Diese einfachen Maßnahmen können helfen, die persönliche Belastung durch Elektrosmog im Fahrzeug zu verringern und die Nutzung von Elektroautos sicherer zu gestalten. Auch wenn derzeit keine eindeutigen wissenschaftlichen Beweise für gesundheitliche Risiken vorliegen, empfiehlt es sich, bewusst mit den neuen Technologien umzugehen und sich über aktuelle Entwicklungen und Forschungsergebnisse auf dem Laufenden zu halten.
Elektroautos und Elektrosmog – Ein Risiko oder unbegründete Angst?
Elektroautos bringen zahlreiche Vorteile mit sich, doch die Frage nach der Strahlenbelastung ist nicht unbegründet. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass die elektromagnetischen Felder in E-Autos zwar messbar, aber in der Regel innerhalb der gesetzlichen Grenzwerte liegen. Dennoch fehlen Langzeitstudien, um potenzielle Auswirkungen besser zu verstehen.
Während einige Experten die gesundheitlichen Risiken als minimal einstufen, gibt es weiterhin offene Fragen zur Langzeitwirkung. Besonders Menschen, die empfindlich auf elektromagnetische Felder reagieren, sollten bewusst darauf achten, welche Fahrzeuge sie nutzen und welche Maßnahmen sie ergreifen können.
Die Elektromobilität wird sich weiterentwickeln, und mit ihr auch die Technologien zur Abschirmung elektromagnetischer Felder. Wolfgang Skischally ist überzeugt, dass zukünftige Innovationen dazu beitragen werden, die Strahlenbelastung weiter zu reduzieren und somit Elektromobilität noch sicherer zu machen.